Interview mit Otto Gleue

30 Jahre Leidenschaft für Outdoor Living und Manufakturqualität aus Lindwedel.
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Interview mit Otto Gleue

Otto Gleue

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem 30-jährigen Firmenjubiläum und allzeit alles Gute für Sie und Ihre Mitarbeiter. Herr Gleue, haben Sie die Tischlerei selbst gegründet?

Ich gründete am 1. Mai 1995 mein Unternehmen und startete als Bau- und Möbeltischlerei Otto Gleue in angemieteten Räumen der ehemaligen Tischlerei Heinz Krause in Lindwedel. Dort stieß ich nach kurzer Zeit an meine Grenzen. Nach vier Jahren erwarb ich dann das damals letzte Gewerbegrundstück in Lindwedel, im Nettelfelde 15, und baute dort das heutige Betriebsgebäude mit zirka 650 Quadratmetern Fertigungs- und Bürobereich.

Hatten Sie damals auch schon eine Ausstellung in der heutigen Größe?

Damals war nur ein kleiner Bereich als Ausstellung vorhanden. In den folgenden Jahren erweiterten wir die Ausstellung um einen Wintergarten mit 80 Quadratmetern, in dem wir heute unsere Haustürexponate aus dem Hause „Köster“ präsentieren. Im Außenbereich kamen nochmal zirka 150 Quadratmeter hinzu, um unsere Lamellendächer und Pergola- Markisen von der Firma „Warema“ und unsere Glashäuser und Terrassendächer aus Aluminium der Firma „Solarlux“ live und in Farbe zur Schau zu stellen. Auf unserer Internetseite besteht zusätzlich die Möglichkeit einen 360-Grad-Rundgang zu besuchen.

Hat sich im Laufe der Zeit ihr Portfolio verändert? 

Vor zirka 15 Jahren haben wir uns zunehmend auf den Bereich Outdoor-Living konzentriert und uns vom Möbelbau verabschiedet. Die Eigenfertigung von hochwertigen Wintergärten und Terrassenüberdachungen in Holz-Aluminium erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit.

Tischlerei-Gleue EigenfertigungMonteure Tischlerei Otto Gleuezwei Männer bearbeiten ein Stück HolzMonteure Tischlerei Otto Gleue

Sie erwähnten verschiedene Zulieferer, wie zum Beispiel Solarlux. Wie stehen Sie dort in Verbindung? 

Mir war es immer wichtig, mit Lieferanten zusammen zu arbeiten, die familiengeführt sind, in denen das gleiche Blut pulsiert, das uns antreibt. Partnerschaften auf Augenhöhe, die gerade in der Zeit von Corona dafür gesorgt haben, dass wir gemeinsam gut durch die Phase gekommen sind. So sind wir als Fachhandelspartner für die verschiedenen Unternehmen schon seit mehreren Jahren im Umkreis von gut 50 Kilometern tätig. 

Was treibt Sie und Ihre Mitarbeiter an? 

Ich liebe es, meine Kunden zu begeistern. Mich ihren Herausforderungen anzunehmen und im persönlichen Gespräch Lösungen zu entwickeln, die dafür sorgen, einen ganz speziellen Traum jedes einzelnen zu verwirklichen. Dieses funkelt in den Augen, wenn meine Mitarbeiter das fertige Produkt übergeben und die Einweisung abgeschlossen haben und die Freude darüber, dass alles so verwirklicht worden ist, wie es zuvor in der 3D-Planung zu sehen war- das treibt uns an.

Wie steht es bei Ihnen mit den Fachkräften? 

Wir haben unter unseren zehn Mitarbeitern, von denen einer seit fast 20 Jahre bei mir ist, einen gesunden Altersdurchschnitt von zirka 37 Jahren. Durch den Besuch von Lehrgängen und Schulungen in den spezifischen Produktgruppen unserer Zulieferer ist gewährleistet, dass meine Mitarbeiter bei der Fertigung und Montage stets auf den neusten Wissenstand sind. Zurzeit suchen wir eine weiteren Tischlergesellen der Lust hat sich auf ein familiäres Umfeld auf Augenhöhe einzulassen und an den Herausforderungen unserer Kunden zu wachsen.

Welchen Anreiz bieten Sie dafür? Ich habe gehört das Sie eine Vier-Tage-Woche haben. Wie sind Ihre Erfahrungen damit? 

Vor zwei Jahren, als wir die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt haben, waren wir damit im Handwerk noch ganz allein auf weiter Flur. Aber im Zuge der Mitarbeiterbindung und der Wahrnehmung der Belange jedes Einzelnen habe ich mich frohen Mutes dazu entschieden. Meine Mitarbeiter waren zwar etwas verwundert, dass ich wieder mal den Vorstoß wagte – obwohl die Allgemeinheit der Handwerksmeister dem eher ablehnend gegenüberstand. Heute, nach zwei Jahren, kann ich nur sagen, dass wir alle damit hoch zufrieden sind. Meine Mitarbeiter stehen dem Unternehmen mit 36 Stunden zur Verfügung und genießen die gewonnene Freizeit ganz nach ihren Vorstellungen. 

Auf der Internetseite findet man einen Eintrag „Direktorin des ersten Eindrucks“ was hat es damit auf sich? 

Der Titel entstand aus einer Arbeit namens „5 big for life“ die ich mit meinen Mitarbeitern im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung durchgeführt habe. Unter anderem ging es darum, die Einzigartigkeit jedes Einzelnen darzustellen und seinem Tun und Handeln einen Namen zu geben. Frau Taratonow, die seit drei Jahre bei mir ist, füllt diesen Titel mit all ihren Fähigkeiten und Talenten aus.

Wie halten Sie es mit Ihrer Work - Life - Balance? Wie laden Sie ihren Akku auf? Sie wirken recht entspannt und ausgeglichen.

Vielen Dank. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich das, was ich mache aus ganzem Herzen und mit Begeisterung tue. Und wenn ich dann bei einem Feierabendbierchen mit meinen Mitarbeitern in ihren Augen die Zufriedenheit sehe, füllt sich mein Herz mit Freude. Entspannung finde ich in der Natur, zu Hause in meinem Wald bei der Forstwirtschaft und im Urlaub seit Jahren auf den Höhenwanderwegen der Alpen: abgeschieden, für mich allein, in meiner Verantwortung.

Was war die bisher mit Abstand schönste Wanderung?

Auf dem „Traumpfad“ - in vier Wochen von München nach Venedig von Hütte zur Hütte. Mit Begegnungen, aus denen Freundschaften fürs Leben entstanden sind. Rückblickend bin ich voller Dankbarkeit gegenüber meinen Mitarbeitern, die den Betrieb fast sechs Wochen lang allein gemeistert haben.

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Galina Taratonow, Direktorin des 1. Eindrucks
Otto Gleue, Geschäftsführer